dinsdag 10 juni 2014

Hervorhagende Analyse von Deutsche Propaganda (fast so schlimm wie in Holland)

Wir sind im Internet bei der Propagandaschau eine hervorhagende Analyse entgegen gekommen von ein Programma in WDR über Ukraine. Weil die Analyse so schön, kräftig und punktlich war, zeigen wir unten ein teil der Analyse. Wer das ganze Artikel lesen möchtet (sehr empfehlenswert), druckt HIER.

Inhaltliche Analyse:

2:15min “Winter 2013: In Kiew gehen Hundertausende auf die Straßen. Sie haben genug von Korruption und Willkür. Und sie hatten sich Hoffnung gemacht, denn die Europäische Union hatte Verhandlungen mit Viktor Janukowitsch begonnen. Man wollte wirtschaftlich näher aneinander rücken. Einige europäische Rechtsstandards sollten eingeführt werden.”

Hier wird suggeriert, dass es mehrere hunderttausend Demonstranten waren, die in Kiew zu einem Zeitpunkt gegen die Regierung demonstriert haben. Dafür gibt es allerdings nicht den geringsten Beleg. Selbst wenn es Zweihundertausend gewesen wären, wäre das angesichts der Millionenstadt Kiew und der insgesamt ca. 45 Millionen Ukrainer, eine verschwindend geringe Zahl. Es ist zudem belegt, dass eine Vielzahl von Demonstranten – hauptsächlich aus Lviv und der Westukraine – mit Bussen nach Kiew gebracht wurden. Die Frage ist deshalb von zentraler Bedeutung, weil sich aus ihr die Legitimität des Maidan, des Putsches und der heute regierenden Junta ableitet.

Desweiteren wird behauptet, “einige europäische Rechtsstandards sollten eingeführt werden“. Tatsächlich behandelt das umfassende Assoziierungsabkommen auf 1200 Seiten eine weitreichende Anpassung der Ukraine an politische, wirtschaftliche und rechtliche EU-Standards. Welche Gefahren mit dem Abkommen verbunden sind, dass der ukrainische Markt beispielsweise für landwirtschaftliche Produkte aus der EU geöffnet würde, umgekehrt jedoch der Export aus der Ukraine in die EU streng reguliert bliebe, wird vollkommen verschwiegen. Die Propaganda der Staatsmedien präsentiert die EU einseitig und falsch als Retter.

6:30min “US-Präsident Obama hat den wichtigsten und mächtigsten Politiker Osteuropas, Vladimir Putin, unlängst “Vertreter einer Regionalmacht” genannt. Für die USA ist Russland nicht mehr erste Priorität. Das trifft bei Putin eine empfindliche Stelle.”

Hierbei handelt es sich offensichtlich um eine Unterstellung, die nicht nur durch nichts belegt ist, sondern auch gar nicht belegt werden kann. Sie steht allerdings beispielhaft für die laienhafte Psychologisierung der Propaganda durch Journalisten von denen viele nicht einmal eine journalistische Ausbildung haben, geschweige denn ein psychologisches Studium vorweisen können. Der Hintergrund ist der, dass die Propagandisten Putins Worte und Taten niemals auf seine eigene Begründungen zurückführen, sondern sich anmaßen, es besser zu wissen, um den westlichen Narrativ in den Köpfen der Bürger durchzusetzen. Putin wird damit zum Objekt der Spekulation ideologisch motivierter und fachlich inkompetenter ‘Meinerei’.

7:25min “Russland versteht sich als Weltmacht und alle sollen das sehen.” [Angesichts der Eröffnung der Olympiade]

Dass Russland faktisch eine Weltmacht ist würden nur politische Idioten oder ARD-Journalisten anzweifeln. Dass Russland sich auch als Weltmacht sieht, ist so legitim wie rational. Dass “alle das sehen sollen” ist wiederum eine psychologisierende Unterstellung ohne jeden Beleg, die mehr oder weniger subtil eine russische Großmannssucht suggerieren soll.

7:50min “…Viktor Janukowitsch, Putins verlängerter Arm in der Ukraine.” Warum “Putins verlängerter Arm” – wenn er das wäre – jahrelang mit der EU verhandelt hat, statt eine Assoziierung mit Russlands Eurasischer Union voranzutreiben, bleibt das Geheimnis der Autoren dieses Machwerks. Dass diese Autoren sich hüten würden, Merkel, Cameron, Komorowski oder andere Vasallen Washingtons, als verlängerten Arm Obamas zu bezeichnen, kann man hingegen als gesichert ansehen.

Zu den Morden in Kiew:

8:50min “Auf einmal fallen Schüsse. Die Demonstranten riskieren ihr Leben. Beinahe hundert sterben, während ihr Vertreter Vitali Klitschko nur wenige hundert Meter entfernt einen Kompromissvertrag mit dem verhassten Präsidenten Janukowitsch unterschreibt.”

Wer auf wen geschossen hat und mit welchem Ziel das Massaker angerichtet wurde, wird in keinster Weise beleuchtet. Das ist insofern bezeichnend, als dass mit Stephan Stuchlik der Journalist der ARD an diesem Film beteiligt war, der vor einigen Wochen für Monitor einen Bericht drehte, der massive Indizien dafür aufzeigte, dass es Provokateure des rechten Lagers waren, die das Massaker initiiert haben. Stuchliks recherchierte Fakten werden hier komplett ausgeblendet, statt dessen darf Belkowskij die Sicht der Junta wiedergeben:

9:18min “Nach den Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft hat Janukowitsch den Schießbefehl gegeben und mit diesem Mann schliessen die Europäer jetzt einen Vertrag. Das Problem war ihnen gar nicht bewusst. Sie haben nicht im geringsten geahnt, dass der Maidan so ein Abkommen überhaupt nicht akzeptieren kann.”

Dass der Generalstaatsanwalt zur rechtsextremen Swoboda gehört und somit selbst dem Kreis der Tatverdächtigen nahe steht, wird im Film verschwiegen.

10:50min “Es ist der Moment, an dem auch die früher unbedeutenden Nationalisten einen Platz in der ukrainischen Politik beanspruchen.”

Jarosch und seine Bande vom Rechten Sektor werden verharmlosend als “Nationalisten” bezeichnet. Ihre Rolle und Beteiligung an der Gewalt auf dem Maidan wird verschwiegen, um den Putsch als demokratischen Vorgang verbrämen zu können.

18:29min “Die Annexion der Krim ist in Wirklichkeit ein Bruch mit der gesamten Nachkriegsordnung.”

Das ist offensichtlich eine Lüge, denn nach dem Krieg – und zuvor sowieso – WAR die Krim russisch. In der Nachkriegsordnung von 1945 war die Krim eine Oblast innerhalb der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, bis sie Chruschtschow per Ukas 1954 der Ukraine zugeschlagen hat. Was der Westen hier also in vollkommen verlogener Art und Weise, als vermeintlich völkerrechtlich unbedenklich verteidigt, ist der Ukas eines kommunistischen ‘Diktators’. Das demokratische Referendum einer regionalen Bevölkerung hingegen wird als völkerrechtswidrig denunziert.

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